Gedanken zum Buch „Principles“ von Ray Dalio

Das Buch „Principles“ von Ray Dalio ist in drei Teile aufgeteilt. In dem ersten Teil erzählt Ray Dalio über sich. In Part zwei und drei stellt er seine „Life“ (Lebens-) und „Work“ (Arbeits-) Prinzipien vor.

Ich habe meine Gedanken zum Buch in 5 Abschnitte aufgeteilt.

  • Geld / Aktien
  • Persönlich
  • 5 Stufen Prozess
  • Experimentelles Lernen
  • Konvertieren von Daten in Grafiken
  • Übersicht als Mindmap

Geld / Aktien

Ray Dalio schreibt, dass Aktien von Zukunftserwartungen abhängen. Der allgemeine Markt hat also zu jedem Unternehmen eine Zukunftserwartung. Diese Erwartungen spiegelt sich im Preis der Aktie wider. Wenn diese Zukunftserwartungen sich jetzt abrupt ändern, sieht man das an steigenden oder fallenden Kursen.

Um also erfolgreich den Markt zu schlagen, muss man andere Zukunftserwartungen von Unternehmen haben und damit richtig liegen.

Ray Dalio rät, Schulden und Rezensionen oder Depressionen zu studieren. Dabei lernt man viel über die Veränderung einer Gesellschaft und ihrer Machtstrukturen in Krisenzeiten.

Zu dem Thema „Wirtschaftszyklen“ hat Ray Dalio auch ein sehr gutes Video gemacht. Das Video heißt „How The Economic Machine Works“(in Deutsch).

Beim Anlegen von Geld mit dem Ziel einer guten Rendite bei weniger Volatilität kommt es auf die Asset Allocation (Vermögensaufteilung) an. Also darauf, nicht korrelierende Anlagen zu kombinieren.

Eine Asset Allocation, die Ray Dalio anspricht, ist das sogenannte „All Weather Portfolio“. Mit diesem Portfolio habe ich mich allerdings noch nicht weiter beschäftigt.

Persönlich

Jeder hat Stärken und Schwächen
Beispiel:

Wer würde gerne Albert Einstein in seinem Basketball Team haben?

Wir sind nicht in allem sehr gut, aber das ist auch nicht schlimm.

Ray Dalio sagt, dass wir schlecht darin sind, unsere eigenen Schwächen zu erkennen und deshalb Fehler machen. Um aus Fehlern zu lernen, ist objektive Kritik sehr wertvoll.

Da wir nicht alles wissen, ist es intelligent, viele Fragen zu stellen. Die Frage sollte aber immer zu der Person passen. In anderen Worten sollte man also Albert Einstein nicht fragen, wie man am besten einen Korb wirft. Wenn man also eine Frage stellt, sollte man sich vorher fragen, ob diese Person qualifiziert ist, diese Frage zu beantworten.

Ray Dalio ist überzeugt, dass wir uns auf unsere Stärken konzentrieren und unsere Schwächen kompensieren sollten, aber nicht versuchen sollten, diese komplett zu entfernen. Denn die Zeit ist besser damit verbracht, an seinen Talenten und Stärken zu arbeiten und diese zu verbessern, als an seinen Schwächen zu arbeiten, bis man darin mittelmäßig ist.

Albert Einstein hat mehr als Wissenschaftler erreicht und wäre vermutlich nicht so erfolgreich gewesen, hätte er versucht, Basketball Profi zu werden.

Natürlich kann man an seinen Schwächen arbeiten, allerdings sind dort die Opportunitätskosten der Zeit hoch. Damit kommen wir schon zum nächsten Punkt.

Die Zeit von uns ist begrenzt und daher müssen wir Prioritäten setzen. Albert Einstein konnte entweder ein großartiger Wissenschaftler werden oder ein mittelmäßiger Basketballspieler.

Ray Dalio sagt sehr deutlich, dass es wichtig ist seine eigenen Ziele zu verfolgen, ohne sich dabei von anderen zurückhalten zu lassen. Er sagt auch, dass wenn man keine Fehler macht, man es nicht stark genug versucht. Er empfindet Fehler und Scheitern nicht als schlimm.

Weiterentwicklung an sich ist die größte Leistung und die größte Belohnung.

Ray Dalio

Ray Dalio meint, dass man Selbstverantwortung übernehmen soll. Seinen Fortschritt sollte man selbst messen, aber die Ergebnisse von andere interpretieren lassen.

Grundsätzlich ist es wichtig, dass man den Fortschritt messen kann. Denn sonst kann man auch nichts verbessern.

5 Stufen Prozess

  1. Ein Ziel haben
  2. Identifizieren des Problems
  3. Die Ursachen des Problems diagnostizieren
  4. Einen Plan designen
  5. Plan umsetzen

Wenn man ein Ziel aufstellt, sollte man den Unterschied zwischen einem Ziel und einer Aufgabe kennen.

Ein Ziel ist etwas, das momentan nicht möglich oder reell ist und eine Aufgabe ist etwas, das man umsetzen kann. Von einem Ziel lassen sich Aufgaben ableiten. Ein Ziel kann außerdem untergliedert werden, bis man zu einer sehr einfachen Aufgabe kommt.

Das Herunterbrechen von Aufgaben ist Teil des Plans in den Schritten 1 – 4. Bei den Aufgaben sollte man auch das 80/20 Prinzip beachten, das besagt, dass 80% des Resultates von 20% des Aufwandes kommen. Das Ziel ist es, sich auf diese 20% zu konzentrieren.

Beim Identifizieren eines Problems ist es wichtig spezifisch und genau zu werden, da man bei falscher Identifizierung das Problem nicht lösen kann.

Bei den Punkten 1 – 4 sollte man sich genug Zeit lassen. Dann wird die Umsetzung deutlich leichter.

Experimentelles Lernen

Das Konzept des experimentellen Lernen ist kein Hauptthema des Buches. Ich wollte trotzdem darauf eingehen, da es Anwendung bei dem 5 Stufen Prozess findet.

Der 5 Stufen Prozess ist ein Prozess, der auf experimentelles Lernen setzt. Das Lernen passiert automatisch durch Erfahrungen, die man sammelt und fühlt sich somit nicht wie das Lernen von Vokabeln an.

Meiner Meinung nach ist das experimentelle Lernen deutlich effektiver als das theoretische Lernen. Noch effektiver ist es natürlich, wenn man das theoretische mit dem experimentellen Lernen verbindet.

Meistens muss man sich aber zwangsläufig das theoretische Wissen aneignen, um im Praktischen weiterzukommen.

Deshalb denke ich auch, ist es sehr wichtig Bücher zu lesen. Denn beim Lesen von Büchern lernt man etwas Theoretisches und kann das Gelernte anschließend experimentell oder praktisch anwenden.

Ein wichtiger Teil des experimentellen Lernens ist das Reflektieren. Bei dem 5 Stufen Prozess ist dies das Vergleichen von Ziel und Ergebnis. Ray Dalio hat sich früher täglich von jedem Angestellten ein Bericht schicken lassen, was dieser an dem Tag gemacht hat.

Meiner Meinung nach sollten wir selbst für uns so einen Bericht täglich schreiben. Denn er lässt uns reflektieren, ob das was wir an einem Tag gemacht haben, zu den 20% gehört, die 80% der Resultate ausmachen.

Ich persönlich habe ein Journal, das ich in der App „DayOne“ schreibe. Dort schreibe ich täglich Gedanken von mir auf. Ich habe jetzt auch angefangen, mehr über meinen Tag zu reflektieren und mir die Frage zu stellen, ob ich mich heute auf die 20% konzentriere habe und was ich verbessern kann.

Ein Journal hilft mir durch das Ausschreiben meine Gedanken zu erfassen und daraus etwas zu lernen.

Konvertieren von Daten in Grafiken

Eine weitere sehr gute Idee, die ich von Ray Dalio bekommen habe, ist es jegliche relevante Daten grafisch darzustellen. Ich persönlich mache das schon länger bei meinen Finanzen. Ich habe Grafiken, die zeigen wie viel Geld ich ausgegeben habe, für was ich Geld ausgegeben habe, welche Einnahmen in welcher Höhe ich habe und das Verhältnis der Einnahmen und Ausgaben pro Monat seit Anfang des Jahres.

Durch die Darstellung in Grafiken habe ich eine deutlich bessere Übersicht und kann Entscheidungen besser treffen, da ich meine genauen Einnahmen, Ausgaben und Liquidität kenne.

Solche Grafiken habe ich allerdings leider noch nicht für andere relevante Bereiche wie Fitness und Gesundheit. Daran arbeite ich noch.

Hier kannst Du eine Übersicht meiner Gedanken zum Buch „Principles“ herunterladen. Diese Übersicht habe ich mit MindNode erstellt.

Abgeleitete Aufgaben aus diesem Buch, die ich machen werde

  • Frage beantworten: Welche Teile meines Portfolios korrelieren und wie stark?
  • Things (To-Do-Listen-App) (quartalsweise Wiederholung): Video „How The Economic Machine Works“ anschauen
  • Ziel „Marathon laufen“ mit 5 Stufen Prozess analysieren und planen

*Beitragsbild von Amazon.

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