Meine erste Woche im Physikstudium

Inhaltsverzeichnis

Ich habe dieses Jahr Abitur gemacht und fange jetzt an Physik zu studieren. Die ersten beiden Wochen im Studium sind zur Orientierung und zur Vorbereitung auf dem mathematischen Teil des Studiums. In den ersten beiden Wochen haben wir vormittags einen Mathematik-Vorkurs und nachmittags Programm und Informationen zum Studium allgemein. Dieser Teil geht vom Bau des Stundenplans über Praktika bis zur Freizeit.

Tagesablauf

Wir haben von der Universität einen Ablaufplan bekommen. Der Aufbau ist an den meisten Tagen gleich. Während der zwei Wochen gibt es täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr einen Mathematik Vorkurs. Dieser Kurs ist aufgeteilt. Die ersten eineinhalb Stunden bestehen aus einer Vorlesung. Die zweiten eineinhalb Stunden bestehen aus der Bearbeitung von einem Arbeitsblatt und dem Besprechen von Fragen.

Nachmittags geht es dann meistens um 14 Uhr weiter. Oft gibt es dort einen Vortrag zu einem gewissen Thema. Dieser ist meistens eine Stunde lang. Im Anschluss trifft man sich in Kleingruppen von circa acht Personen in einem online Raum und bespricht Fragen. Das dauert dann ein bis zwei Stunden. Die Kleingruppen werden von Tutoren organisiert respektive geführt. Die Tutoren können meistens noch etwas aus ihren eigenen Erfahrungen erzählen.

Wenn dieses Kleingruppen-Treffen dann so um 16 bis 17 Uhr fertig ist, hat man ein bis zwei Stunden frei, bis die nächste Veranstaltung stattfindet.

Um 18 Uhr findet an den meisten Tagen eine Talkshow statt. Diese hat meistens ein Thema. Diese findet ebenfalls in einem online Raum statt, mit allen Studierenden und einigen Tutoren. Die Tutoren sprechen dann über ein Thema und die Studienanfänger können währenddessen Fragen stellen.

Während der Orientierungs-Woche gibt es auch zwei Termine, an denen man sich in Präsent in den Kleingruppen von circa 8 Personen trifft. Diese ersetzen dann das Nachmittags- und Abendprogramm und starten um 15 Uhr und dauern dann drei bis vier Stunden.

Mathematik Vorkurs

Der Mathematik Vorkurs soll dazu dienen, alle Studienanfänger im Bereich Physik auf den gleichen Stand zu bringen. Er soll zudem den Einstieg in die Mathematik erleichtern. In dem Vorkurs werden Teile der Schulmathematik behandelt, aber auch Teile, die drüber hinausgehen.

Ablauf

Circa zwei Tage vor dem Beginn des zweiwöchigen Vorkurses hatte man die Möglichkeit sich das „Skript“, genauer gesagt sogenannt Vorlesungsnotizen herunterzuladen. Nach der Vorlesung gibt es täglich ein Arbeitsblatt. Dieses Arbeitsblatt kann man einen Tag vorher schon downloaden und sich anschauen. Ich fange auch meistens schon an die ersten Aufgaben zu bearbeiten.

Themen

In den zwei Wochen werden folgende Themen behandelt. Die Zahl nach dem Thema steht für die Anzahl der Tage, mit denen man sich mit diesem Thema beschäftigt. Die Themen werden auch in dieser Reihenfolge behandelt.

  • Reelle Funktionen (1)
  • Komplexe Zahlen (1)
  • Differenzialrechnung (2)
  • Integralrechnung (1)
  • Einfache Differenzialgleichungen (1)
  • Koordinatensysteme (2)
  • Vektoren (2)

Arbeitsblätter

Zu jeder Vorlesung gibt es ein Arbeitsblatt. Dieses hat meistens zwischen 5 und 8 Aufgaben. Die Aufgaben behandeln immer das Thema der Vorlesung. Wenn man das Thema verstanden hat, kann man die Übungen in den verfügbaren eineinhalb Stunden schaffen. Wenn das Thema aber neu ist, oder tiefer geht, als man es bisher kannte, kommt man mit der Zeit nicht hin. Ich bereite mich einen Tag vor der Vorlesung immer auf diese vor. Dazu schaue ich mir die Vorlesungsnotizen und das Arbeitsblatt an. Meistens fange ich auch schon damit an das Arbeitsblatt zu bearbeiten. Die ersten beiden Aufgaben sind meistens zum warm werden und können oft schnell gelöst werden. Die darauffolgenden Aufgaben sind für mich meistens schwieriger und ich kann sie oft nicht direkt lösen.

Am selben Nachmittag nach der Vorlesung, werden die Lösungen zum heutigen Arbeitsblatt hochgeladen. Die Lösungen sind mal mehr, mal weniger ausführlich. Bei manchen Aufgaben sind nur die Ergebnisse angegeben, ohne einen Rechenweg. Bei anderen Aufgaben sind die Ergebnisse und ein Ansatz angegeben. Bei schwierigeren Aufgaben ist auch mal der gesamte Lösungsweg mit Erklärung angegeben. Die Lösungen helfen aber zu mindestens, um seine eigenen Ergebnisse zu vergleichen. Wenn die Ergebnisse gleich sind, ist auch meistens der Rechenweg richtig.

Freizeit

Durch den verhältnismäßig vollen Terminplan habe ich aktuell weniger Freizeit. Ich habe in der letzten Woche eigentlich nichts anderes als etwas fürs Studium gemacht. Auch jetzt am Wochenende muss ich noch Dinge nachholen und Arbeitsblätter korrigieren und mich gleichzeitig auf die Vorlesungen der nächsten Woche vorbereiten.

Einen positiven Aspekt, den ich sehe, ist, dass man nichts auswendig lernen muss. Es geht hauptsächlich darum Zusammenhänge zu verstehen und diese dann anzuwenden. Wenn man etwas verstanden hat, muss man nicht viel auswendig lernen. Die Definitionen, die man doch „lernen“ muss, merkt man sich meistens schon, wenn man dabei ist etwas zu verstehen.

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